Wie wohnen wir morgen?

Duisburger Schüler präsentieren ihre Beiträge zum Schülerwettbewerb „Zukunftswohnen“.

Wie möchten wir künftig wohnen? Welche Stadtquartiere sind in Zukunft interessant? Wo sollte neues Wohnen entstehen? Das sind Fragen, die im Rahmen des Projektes „Zukunftsorte: Wohnen im Ruhrgebiet“ von Fachleuten diskutiert werden. In einem im Herbst 2010 ausgerufenen Schulwettbewerb wurden Schüler der Metropole Ruhr aufgefordert, zum Thema „Zukunftswohnen – So möchte ich in Zukunft wohnen!“ Beiträge in Form von Texten, Bildern oder Filmen zu erarbeiten. Eingereicht wurden sehr unterschiedliche Arbeiten: von Plakaten über Facharbeiten bis zu Entwurfszeichnungen und Modellen.

Nun präsentierten die Schüler ihre Arbeiten im Kulturbunker in Duisburg Bruckhausen. Ein Gremium aus Experten der Bereiche Stadtplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur diskutierte die Arbeiten und deren unterschiedliche Schwerpunkte und stellte heraus, dass jede Arbeit in ihrem Ansatz spannende Aspekte des zukünftigen Lebens widerspiegelte. Zwei der Beiträge wurde mit einer Anerkennung besonders honoriert, zusätzlich es gab eine lobende Erwähnung.

Die Arbeit „Neu-Grünberg im Kreis Lebenswert“ von Alban Grabowski und Karen Weitkämper überzeugte durch ihre Kernstrategie des Lebensgefühls und vielschichtige Auseinandersetzungen. Die Jury betonte insbesondere das Angebot unterschiedlicher Wohntypologien und Architekturen. Die Idee von temporärem Wohnen rundete den Beitrag ab.

Die Arbeit „Wasserturm“ von Dominic Marcinkowski, Lena Rzyski, Tobias Schmuck, Marijan Srsa und Lukas Vieth zeigte eine intensive Beschäftigung mit technologischen Möglichkeiten zukünftigen Wohnens. Die Darstellung von architektonischen Details und durchdachten Optionen der Konstruktion wurde von der Jury wertgeschätzt.

„City-Tower“ von Sebastian Klein, Wolfgang Olschewsky und Hanno Jansen wurde lobend erwähnt, denn die Arbeit zeigte im Sinne eines utopischen Entwurfes die Integration von Wohnen, Versorgung und Verkehr in dezidierten Überlegungen zur räumlichen Konfiguration.

Die Schüler erhielten einen Buchpreis und jeweils einen Gutschein über ein Zelt, mit dem sie ihre eigenen Zukunftsorte suchen und dort „zur Probe wohnen“ können.

„Der Wettbewerb und die eingereichten Ergebnisse haben gezeigt, wie stark sich Jugendliche mit ihrem Umfeld auseinandersetzen und dass es ihnen wichtig ist, wie sich ihre Umgebung gestaltet“, sagt Thorsten Schauz, einer der Projektautoren vom Büro Stadtidee. „Auffallend war ebenfalls, dass zahlreiche Schüler in ihren Entwürfen den ökologischen Aspekt berücksichtigt haben. Sei es durch die Einbeziehung erneuerbarer Energien, vieler Grünflächen oder autofreier Zonen. Ein wichtiger Aspekt bei fast allen Arbeiten war die bauliche und soziale Vielfalt bei Projekten, die von den Schülerinnen und Schülern formuliert wurde.“

Das Projekt „Zukunftsorte: Wohnen im Ruhrgebiet“ ist aus dem Kulturhauptstadtprojekt „Route der Wohnkultur“ entstanden. Zu den Zukunftsorten zählen vier Orte, die exemplarisch Wohnprojekte der Gegenwart und Zukunft zeigen: der PHOENIX See in Dortmund, der Essener Stadtteil Altendorf, Duisburg Bruckhausen und die InnovationCity Ruhr.

Am 27. Februar 2011 findet von 11 bis 15:30 Uhr eine öffentliche Bustour statt, die den Bewohnern des Ruhrgebietes Ein- und Ausblicke in die neuen Wohn- und Lebensformen gibt. Die Tour führt in den Duisburger Stadtteil Bruckhausen und nach Essen Altendorf. Start- und Endpunkt ist Essen Hauptbahnhof. Kosten: 18€ p. P. Voranmeldung erforderlich. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.zukunftsorte.stadtidee.de oder 0231-220 54 58.

Der Schulwettbewerb ist eine Kooperation des Projektes „Zukunftorte: Wohnen im Ruhrgebiet“ und JAS Jugend Architektur Stadt e.V. JAS Jugend Architektur Stadt e.V ist ein gemeinnütziger Verein, der die baukulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen fördern möchte. „Zukunftsorte: Wohnen im Ruhrgebiet“ geht den Fragen nach künftigen Bau- und Wohntrends in der Metropole Ruhr und den Reaktionen auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen nach. „Zukunftsorte: Wohnen im Ruhrgebiet“ ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des BMVBS/BBSR.

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