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Zukunftsorte: Wohnen im Ruhrgebiet | Ein Pilotprojekt im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ des BMVBS/BBSR | Seite 3 – Seite 3

Duisburg Bruckhausen

Der Stadtteil Bruckhausen liegt im Norden des Duisburger Stadtgebietes, ca. 7 km von der Innenstadt entfernt. Angrenzende Industrie, Eisenbahnstrecken und eine Autobahn machen Bruckhausen zu einer Insel. Mit Idylle hat das jedoch nichts zu tun. Galt es damals noch als Vorteil, direkt neben seinem Arbeitgeber ThyssenKrupp zu wohnen, sind die Wohnwünsche heute ganz andere. In den letzten Jahrzehnten hat der Stadtteil daher viele Einwohner verloren und weist insgesamt einen hohen Gebäude- und Wohnungsleerstand auf. Eine Lösung musste her.

In dem ehemaligen Arbeiterviertel wurde ein intensiver Kommunikationsprozess angestoßen, in dem Planer und Bürger gemeinsam nach Möglichkeiten suchten, Bruckhausen wieder lebenswerter zu gestalten. Wenn das Stahlwerk schon nicht verlegt werden kann, so soll es doch zumindest als allgegenwärtiger Bestandteil Bruckhausens aus dem Stadtbild verschwinden. Hierzu ist daher nun geplant, die im Westen direkt an das Werksgelände angrenzenden Gebäude abzureißen und einen bis zu 250 m breiten Grüngürtel anzulegen, um dem Stadtteil Bruckhausen eine neue grüne Fassung zu geben.

Der Umbau des Stadtteils soll für die Bewohner gleich mehrfach einen Gewinn darstellen. Durch eine Aufwertung des Gebäudebestandes soll ein Umzug immer mit einer Verbesserung der eigenen Wohnsituation verbunden sein. Dabei wird auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner Rücksicht genommen, wobei der Erhalt der nachbarschaftlichen Gemeinschaft und der barrierefreie Umbau des Gebäudebestandes angestrebt wird. Es wird außerdem darüber nachgedacht, wie einer alternden Bevölkerung mit Migrationshintergrund attraktiver Wohnraum geboten werden kann. Auch wenn niemand davon ausgeht, dass Bruckhausen durch den Grüngürtel zum Luftkurort wird, so wird das Grün erheblich zur Verbesserung der Wohnqualität beitragen.

Neben dem Grüngürtel sind weitere Projekte in dem Stadtteil angestoßen worden, wie z.B. ein Fassadenprogramm und zahlreiche soziale und kulturelle Aktivitäten. So hat der Umbau des Hochbunkers auf dem Heinrichplatz zu einer Kultur- und Begegnungsstätte wesentlich dazu beigetragen, die vielen Kulturen im Stadtteil zusammenzuführen.

Dortmund PHOENIX See


Rund 10 Jahre ist es her, da glühte des Nachts der Himmel über dem Phoenixgelände rot, wenn im Stahlwerk der Stahl abgestochen wurde. Fährt man heute von der 4 km entfernten Innenstadt Dortmunds zum Phoenixgelände zeigt sich eine gewaltige Baustelle. Emsig verschieben Bagger Erdmassen und formen die Ufer eines neuen Sees. Im Jahr 2005 wurde mit den Aushubarbeiten begonnen und noch Ende 2010 soll das so entstandene Loch geflutet werden. Auf den angeschütteten Terrassen soll Wohnen am Wasser möglich werden.

Nach Jahrzehnten der Schwerindustrie auf den Standorten Phoenix Ost und Phoenix West, die das kleine Stadtteilzentrum Hörde regelrecht in die Zange nahmen, wird der Ortskern in Zukunft aufatmen können. Durch die Entwicklung der beiden Phoenixstandorte erhält Hörde die Chance sich ganz neu zu präsentieren.

Am Phoenixsee soll den Interessenten eine große Auswahl an verschiedenen Wohnformen geboten werden. Von der Mietwohnung über Einfamilienhäuser bis zum generationenübergreifenden Wohnprojekt. Der PHOENIX See soll aber nicht nur Wohn-, sondern auch Dienstleistungsstandort sein und außerdem Einzelhandel, Gastronomie und vielfältige Freizeitmöglichkeiten bieten. In direkter Nachbarschaft zum Hörder Ortskern wird gerade an einem Yachthafen gebaut. Er wird Ausgangspunkt zum Segeln und Bootfahren sein. Auf einer 3 km langen Uferpromenade können zukünftig Bewohner und  Besucher um den See flanieren und die umgebende Landschaft und das Wasser erleben.

Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch die über Jahrzehnte kanalisierte Emscher zurück ans Tageslicht geholt. Der einst in einem 2,5 m breiten Rohr verlaufende Bach wird in Zukunft durch eine 50 m breite Auenlandschaft mäandrieren. Hier erhält die Natur die Möglichkeit, sich nach über 150 Jahren Industrie wieder zu entfalten.

Audioguides zu den Zukunftsorten

Die  Audioguides zu den Zukunftsorten stehen zum Download bereit. In den Beiträgen zu vier Projekten im Ruhrgebiet kommen Projektbeteiligte, Stadtplaner, Architekten, Wissenschaftler zu Wort. Aber auch Menschen im Ruhrgebiet, die die Entstehung dieser Zukunftsorte direkt erleben.

Eine Hörreise in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft mit Jule Vollmer, Fritz Eckenga, Dunja Hayali und Jochen Malmsheimer, vielen Stimmen, Originaltönen und akustischen Zukunftsszenarien.

Die Audioguides können kostenlos über die Webseite geladen werden.

InnovationCity Ruhr

Im Jahr 2010 fällt die Entscheidung, wo eine neue Niedrig-Energiestadt im Ruhrgebiet entstehen soll. Bis zum Jahr 2020 soll eine Pilotstadt bzw. ein Pilotstadtteil mit rund 50.000 Einwohnern von der Kanalisation bis zu den Giebeln fit für die Zukunft gemacht werden. Insgesamt 16 Kommunen haben sich um dieses Projekt des Initiativkreises Ruhr beworben.

Der Initiativkreis Ruhr ist ein Zusammenschluss aus 60 Wirtschaftsunternehmen im Ruhrgebiet. Für das Projekt InnovationCity Ruhr erhält der Initiativkreis Ruhr Unterstützung von Seiten der Wissenschaft, der Politik und vom Land Nordrhein-Westfalen. Mit vereinten Kräften soll, ausgehend von der Pilotstadt, das Ruhrgebiet zu einer Modellregion für einen innovativen Umgang mit dem Klimawandel gemacht werden.

Als Pilotprojekt soll ein typisches Stück Ruhrgebiet, bestehend aus einer Mischung von Wohnen, Gewerbe, Dienstleistung und Industrie, energieeffizient umgebaut werden. Um den CO2-Ausstoß zu verringern, sollen die Gebäude zu sogenannten Null-Energie Häusern umgebaut werden. Zum Einsatz kommen dazu 250 Innovationen rund um das Thema Energieeinsparung und moderne Gebäudetechnik.

Im Vordergrund des Projektes soll neben der energetischen Gebäudesanierung auch die Anpassung an heutige Wohnwünsche stehen. Dazu gehört z.B. der Umbau kleinteiliger 1950er-Jahre Wohnungen, die Nachrüstung von Balkonen sowie die Sicherstellung einer generellen Barrierefreiheit. Die Lebensqualität soll für die Bewohner im Stadtteil bzw. in der Stadt durch eine zusätzliche Begrünung und durch Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung steigen. Ein Beispiel dafür ist die Schaffung von Frischluftschneisen, um das Stadtklima zu verbessern.

Auch das Thema Mobilität ist ein wesentlicher Baustein in dem Projekt InnovationCity Ruhr. Es sollen neueste Batterietechnologien für Elektroautos mit entsprechenden Ladestationen Anwendung finden und auch im Öffentlichen Personennahverkehr soll der CO2-Ausstoß verringert werden. Straßennutzungskonzepte sollen ein neues Nebeneinander von Pkw, Bus und Bahn, Fahrradfahrern und Fußgängern ermöglichen.

InnovationCity Ruhr: Finalisten stehen fest

Genau einen Monat nach Ablauf der Bewerbungsfrist stehen seit heute die fünf Finalisten im Rennen für die Klimastadt der Zukunft fest. Eine Fachjury hat die Projektskizzen der Ruhrgebietsstädte Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen/Herten und Mülheim ausgewählt. Die fünf Finalisten haben somit die Tickets für die nächste Runde in der Tasche.
Insgesamt 16 Ruhrgebietskommunen hatten sich für das von Land NRW und Initiativkreis Ruhr getragene Modellprojekt beworben. Bis Mitte September 2010 haben die Finalisten nun Zeit, ihre Projektskizzen weiter auszuarbeiten. Anfang November wird nach einem weiteren Auswahlverfahren feststehen, welche Kommune InnovationCity Ruhr wird. Für die Realisierung der InnovationCity Ruhr sollen bis zum Jahr 2020 bis zu 2,5 Milliarden Euro an Fördermitteln und privaten Investitionen aufgebracht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter

http://www.i-r.de/Internet/DE/Home/Aktuelle_Meldungen/Bekanntgabe_Finalisten_INCI

Route der Wohnkultur

Von der Fabrikantenvilla zur Gartenlaube, vom Gründerzeitviertel zum gemeinschaftlichen Wohnprojekt, von der Hochhaussiedlung der 1970er Jahre zum Fachwerkhaus im alten Dorfkern – all dies sind Beispiele einer Wohnkultur, die so vielfältig, widersprüchlich und eigen ist, wie das Ruhrgebiet selbst.

Die „Route der Wohnkultur“ öffnet als Projekt der Kulturhauptstadt RUHR.2010 im Kulturhauptstadtjahr ausgewählte, bewohnte Wohnungen des Ruhrgebietes und macht unterschiedlichste Lebenswelten und Wohnkulturen von der Region bis zum Wohnzimmer erlebbar.
Nicht nur „Evergreens“ und historisch bedeutsame Wohnsituationen wie die typischen Zechensiedlungen, sondern auch „Newcomer“, gelungene und gescheiterte Experimente, aus der Mode gekommene, wieder entdeckte, umgebaute oder behutsam erneuerte Wohnformen werden thematisiert.

Die „Route der Wohnkultur“ macht die physischen, sozialen und atmosphärischen Besonderheiten des Raumes auf unterschiedlichen Maßstabsebenen unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes erlebbar. Dazu gehören die Wohnung selbst, ihre Materialität, Flexibilität und Anpassbarkeit, das Wohnumfeld, der Standort im Stadtgefüge, die Dichte und Mischung der Nachbarschaft sowie Sozialstrukturen und Fragen der Identität und Symbolik einer Wohnform. Die „Route der Wohnkultur“ spricht gleichermaßen ein Fachpublikum wie auch die interessierte Öffentlichkeit an. Denn jeder ist ein Experte im Wohnen.

Zukunftsorte

Ein Zukunftsort befindet sich vor allem auf einer Brachfläche oder im Bestand, also nicht in der Peripherie bzw. nicht integrierter Lage. Durch die zentrale Lage befinden sich die Standorte bereits im städtischen Verflechtungsraum und verfügen somit über eine gute verkehrliche Erreichbarkeit und Infrastruktureinrichtungen, oder entsprechende Potenziale. Außerdem berücksichtigt ein Zukunftsort die Anforderungen, die durch eine sich rasch wandelnde Gesellschaft an den Wohnungsmarkt gestellt werden. Dazu gehören die Ansprüche einer alternden Gesellschaft, einer multikulturellen Gesellschaft und einer Gesellschaft, die sich durch eine Vielzahl von verschiedenen Lebensstilen auszeichnet. Weitere wesentliche Kriterien für einen Zukunftsort sind eine gute Freiraumanbindung in der Kombination mit einem breiten Freizeitangebot und eine hohe Flexiblität und Qualität des öffentlichen Raumes. Es erfordert außerdem eine breite Mischung intelligenter Bauformen, die nicht nur heutige Anforderungen und Standards erfüllen, sondern im Bezug auf Funktionalität, Energieoptimierung und Flexibilität neue Maßstäbe setzen. Gelingt es außerdem eine ausgewogene Nutzungs- und Funktionsdichte zu realisieren sind die Grundvoraussetzungen gegeben einen urbanen Raum zu schaffen.

Neben den Neubauprojekten darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass die Optimierung und Anpassung des Wohnungsbestandes im Ruhrgebiet die wichtigste Planungsaufgabe ist, um die Wohnraumversorgung der breiten Bevölkerung zu sichern, womit Zukunftsorte im Ruhrgebiet also ganz eng mit dem Wohnungsbestand verknüpft sind.

Wo früher ein Stahlwerk stand wird heute an dem Zukunftsort Phoenix See in Dortmund ein See gegraben. An seinen Ufern entstehen neue Wohn- und Arbeitswelten.

Eine ehemalige Trasse der Rheinischen Bahn verbindet als grüner Fahrrad- und Fußweg das Essener Stadtzentrum mit dem Rhein. Wo sie den Stadtteil Essen Altendorf quert, setzt sie Impulse für den Umbau des Bestehenden und für neue Wohnformen.

In Duisburg Bruckhausen weichen alte Wohnhäuser einem neuen Grüngürtel, der in multikultureller Nachbarschaft neue Lebensqualitäten schaffen soll.

Innovation City bezeichnet die Suche nach einem „typischen Stück“ Ruhrgebiet, das in den kommenden Jahren zu einem klimagerechten Modellstadtteil umgebaut werden soll.

Diese Zukunftsorte sind Standorte, Projektideen oder Baustellen, die innovative Impulse für die Debatte um die Zukunft des Wohnens im Ruhrgebiet liefern und zum Teil noch „unsichtbar“ sind. Sie müssen neu erschlossen werden – räumlich und in den Köpfen.

Ein Pilotprojekt im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ des BMVBS/BBSR